Medien und Kommunikation  30.11.2018

Bei Krankheit eines Kindes sowie Geburtszulage für arbeitslose Personen

Unterstützung für Familien

Familien haben ab dem 1. Januar 2019 ein Anrecht auf Soforthilfe. Diese wird denjenigen Familien gewährt, die einer Krankheit eines Kindes gegenüberstehen. Auch ist eine Ge-burtszulage für Personen, welche Arbeitslosentaggelder beziehen, vorgesehen.

 

Am 15. Juni 2018 hat der Grosse Rat die Än-derung des Ausführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Familienzulagen einstimmig ange- nommen. Der Staatsrat hat dessen Inkrafttreten auf den 1. Januar 2019 festgesetzt und die Verordnung über die Familienzulagen dementsprechend angepasst.

Familien, die sich mit einer Krankheit oder einem Unfall eines Kindes konfrontiert sehen, haben somit Anrecht auf Soforthilfe. Dauert die Pflege oder die Krankenhausbehandlung mindestens 30 Tage und ist das Kind jünger als 18, bezie-hungsweise 25 Jahre (falls in Ausbildung), so kommt diese Unterstützung zur Anwendung.

Die Soforthilfe wird gewährt, wenn die Anwesenheit eines Elternteils beim kranken oder hospitalisierten Kind erforderlich ist und ein Einkom- mensverlust oder ein zusätzlicher Kostenaufwand aufgrund der Erkrankung oder des Unfalls des Kindes entsteht.

Der gewährte Betrag kann zwischen 500 und 7000 Franken variieren. Er betrifft die Kosten für Transport, auswärtige Mahlzeiten, Übernachtung, Haushaltshilfe oder die Kinderbetreuung. Familien mit einem monatlichen Einkommen unter 12’000 Franken (8000 Franken für alleinstehende Personen) können diese Leistung beanspruchen.

Zudem ermöglicht die Gesetzesrevision, dass Personen, welche Arbeitslosentaggelder beziehen, nun auch eine Geburts- oder Adoptionszulage erhalten können.

Diese neuen Leistungen werden durch den Familienfonds finanziert.

Die verschiedenen Anträge müssen bei der Verwaltung des kantonalen Familienfonds bei der Ausgleichskasse des Kantons Wallis eingereicht werden.