Medien und Kommunikation  26.06.2020

Mehrere kleine Herden im Wallis

Coronavirus (COVID-19)

Die Gesundheitsbehörden erinnern daran, dass es weiterhin wichtig ist, die einfachen Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des neuen Coronavirus zu beachten. In den letzten Tagen wurden mehrere neue kleine Häufungen von Infektionsfällen entdeckt, insbesondere in der Region Fully, Riddes und Charrat, welche wahrscheinliche auf eine weniger konsequente Befolgung der persönlichen Schutzmassnahmen zurückzuführen ist (Handhygiene und Abstand).

Nach der akuten Phase der COVID-19-Epidemie, zwischen Mitte März und Ende April, ging die Zahl der täglich neu auftretenden Fälle in den letzten Wochen deutlich zurück. Seit Anfang Juni wurden jedoch wieder einige Herden festgestellt. Seit dem 1. Juni sind im Wallis 36 neue Fälle gemeldet worden, d.h. durchschnittlich zwei pro Tag. In der Region Fully, Riddes und Charrat mussten neun Personen isoliert und 31 Personen, die in engem Kontakt mit ihnen gestanden hatten, unter Quarantäne gestellt werden.

Schutzpläne eingehalten

In den allermeisten Fällen wurden die von den Arbeitgebern aufgestellten Schutzpläne eingehalten. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Arbeitsplatz ist daher nicht gefährdet. Im privaten Bereich hingegen sind die Personen stärker exponiert, was zu einer Ansteckung führt.

Die durchgeführten Umgebungsabklärungen ergaben, dass sich diese Personen im privaten Bereich und nicht im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit angesteckt hatten

Erinnerung an einzuhaltende Massnahmen

Es ist deshalb sehr wichtig, dass die gesamte Bevölkerung die Hygiene- und Verhaltensregeln respektiert, und dies nicht nur am Arbeitsplatz. Es handelt sich dabei um folgende Regeln:

- Möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Personen einhalten;

- Eine Hygienemaske tragen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln;

- Sich regelmässig und gründlich die Hände waschen und das Händeschütteln vermeiden;

- Auf Umarmungen und Begrüssungsküsse verzichten;

- In ein Taschentuch oder in die Armbeuge husten oder niesen;

- Die Kontaktdaten angeben, wo diese verlangt werden. Dies erleichtert die Kontaktauf- nahme, falls es zu einem Kontakt mit einer ansteckenden Person gekommen ist.

Einhaltung von Isolierungs- und Quarantänemassnahmen

Falls aufgrund eines positiven COVID-19-Tests eine Isolierung oder eine Quarantäne angeordnet worden ist, wenn ein enger Kontakt mit einer Person mit einem positiven COVID-19-Test bestand, ist Folgendes zu beachten:

Für die Dauer der Isolation/Quarantäne:

- Wie angeordnet zu Hause bleiben;

- Engen Kontakt mit anderen Personen, auch mit Familienmitgliedern vermeiden;

- Die Anweisungen der Pflegefachperson der Lungenliga befolgen, welche im Auftrag der kantonalen Abteilung für übertragbare Krankheiten arbeitet.

Home Office ist natürlich möglich.

Jeder, der Symptome von COVID-19 aufweist, wird gebeten eine Selbstevaluation auf www.coronacheck.ch durchzuführen. In den Notaufnahmen der Spitäler von Martinach, Sitten und Visp kann zudem ohne Arztkonsultation (bei leichten Symptomen) ein kostenloser Test durchgeführt werden.

Bei schwereren Symptomen oder medizinische Fragen ist es auch möglich, sich telefonisch an den Hausarzt wenden.