Medien und Kommunikation  03.01.2020

Senioren und Seniorinnen beurteilen Walliser Gesundheitssystem positiv

Die Alterung der Bevölkerung und die zunehmende Anzahl Personen mit chronischen Krankheiten erhöhen den Druck auf das Ge-sundheitssystem. Im Auftrag des Depar-tements für Gesundheit, Soziales und Kultur veröffentlicht das Walliser Gesundheitsobser-vatorium (WGO) einen Bericht über die Be-urteilung des Gesundheitssystems durch die 65-Jährigen und älteren Personen im Wallis. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die Mehrheit der Walliser Senioren und Senio-rinnen das Gesundheitssystem positiv beurteilen und innert zufriedenstellender Frist die nötige Gesundheitsversorgung erhalten. Fast jede zehnte ältere Person im Wallis und in der Schweiz verzichtet jedoch aus Kostengründen auf eine medizinische Leistung.

 

Der Bericht des WGO Beurteilung des Ge-sundheitssystems durch die Senioren im Wallis, Ergebnisse der International Health Policy Survey 2017 zeigt, dass fast alle Senioren und Seniorinnen (96 Prozent) bei Bedarf ihren üblichen Arzt oder ihre übliche Ärztin aufsuchen und dass sie mit ihrer Versorgung generell zufrieden sind. Die grosse Mehrheit findet, dass ihr üblicher Arzt oder ihre übliche Ärztin Sachverhalte auf einfach verständliche Weise erklärt, genügend Zeit für sie aufbringt und sie in die Entscheidun-gen über die medizinische Behandlung miteinbezieht.

Ausserdem findet die Bevölkerung ab 65 Jahren, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung (Notaufnahme ausgeschlossen) sehr zufrieden-stellend ist. 84 Prozent der Senioren und Senio-rinnen, die einen Arzt oder eine Ärztin konsul-tierten, haben innert fünf Tagen einen Termin erhalten. Im internationalen Vergleich ist dieser Anteil sehr hoch.

Dennoch verzichtet fast jede zehnte Person ab 65 Jahren aus Kostengründen auf bestimmte me-dizinische Leistungen. Dieser Anteil ist mit den Schweizer Zahlen vergleichbar, im internationalen Vergleich jedoch relativ hoch. Es sei daran erinnert, dass die Schweizer Patienten und Pa-tientinnen einen grossen Teil ihrer Versorgung direkt über die Franchise und den Selbstbehalt bezahlen, aber auch, dass nicht alle medizinischen Leistungen von der obligatorischen Krankenpfle-geversicherung rückvergütet werden.

Rund 13 Prozent der Senioren und Seniorinnen geben an, aus Kostengründen auf zahnärztliche Versorgung zu verzichten, was den Ergebnissen der anderen Länder entspricht. Eine vom Staatsrat ernannte ausserparlamentarische Kommission wird demnächst ihre Vorschläge für Massnahmen vorstellen, mit denen dieser Verzicht auf zahnärztliche Versorgung verringert werden kann.

Der Bericht des WGO wird es dem Gesund-heitsdepartement ermöglichen, seine Gesund-heitspolitik zugunsten der älteren Bevölkerung gezielter auszurichten, vor allem in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention. Er be-stätigt das Departement auch in seinen Aktionen, mit denen es den Zugang der Bevölkerung zu Gesundheitsversorgung gewährleistet, beipiels-weise durch die Unterstützung der Praxisassistenz und die Verbilligung der Krankenkassenprämien.

Der Bericht ist auf der Website des WGO (www.ovs.ch) verfügbar.