Medien und Kommunikation  13.11.2020

Verstärkung der Spitalkapazitäten

Coronavirus (COVID-19)

Zur Bewältigung der wachsenden Anzahl von Patienten, die aufgrund des Coronavirus ins Spital eingeliefert werden, macht das Departement für Gesundheit, Soziales und Kultur (DGSK) von der ihm vom Staatsrat übertragenen Kompetenz Gebrauch und sucht die Unterstützung der anderen Spitaleinrichtungen des Kantons. Alle Kliniken des Kantons unterstützen damit das Spital Wallis bei der Behandlung von nicht-COVID-19-Patienten. Ab heute beginnt die Verlegung von nicht-COVID-19-Patienten, die im Rahmen der Rehabilitation im Spital Wallis hospitalisiert werden, in die Berner, Genfer und Luzerner Klinik in Montana sowie in die Leukerbad Clinic und die Clinique romande de réadaptation der Suva. Die Clinique de Valère wird demnächst Patienten vom Spital Wallis bei postoperativen Aufenthalten aufnehmen. Die Kliniken CIC in Saxon und MV Santé in Sitten werden einen Teil ihres Personals zur Verfügung stellen. Als Verstärkung werden auch Physiotherapeuten hinzugezogen. Das Spital Wallis wird somit in der Lage sein, seine Kapazität zur Aufnahme von COVID-19-Patienten zu erhöhen.

Das Spital Wallis sieht sich mit einem starken An-stieg der Anzahl der COVID-19-Patienten konfrontiert. Die Zahl der Spitaleinweisungen hat inzwischen die Schwelle erreicht, die für die Anforderung von externer Verstärkung vorgesehen war, das heisst mehr als 240 Patienten im Centre hospitalier du Valais romand, welches seine nicht dring-lichen und aufschiebbaren Tätigkeiten vollständig einstellen musste. Patienten wurden in das Spitalzentrum Oberwallis verlegt. Letzteres wird seine nicht dringlichen und aufschiebbaren Tätigkeiten um 70 Prozent reduzieren, um mehr Patienten aufnehmen zu können.

 

Die Clinique de Valère wird ihre nicht dringlichen und aufschiebbaren Tätigkeiten reduzieren, so dass das Spital Wallis Akutpatienten drei Tage nach ihrer Operation in die Klinik verlegen kann. Alle Rehabilitationskliniken des Kantons werden eng mit dem Spital Wallis zusammenarbeiten, um Patienten aus den geriatrischen und spezialisierten Rehabilita- tionseinheiten aufzunehmen. Ein provisorisches geriatrisches Rehabilitationsmandat wurde den Kliniken in Montana und der Leukerbad Clinic unter der Aufsicht der geriatrischen Ärzte des Spital Wallis erteilt. Die Transportkapazitäten der Ambulanzen wurden kürzlich mit der Verstärkung durch die Feuerwehr erhöht.

 

Die nicht dringlichen und aufschiebbaren Tätigkeiten der Clinique de Valère, der CIC Klinik und des ambulanten Chirurgiezentrums MV Santé werden reduziert oder ausgesetzt. Die Anästhesisten und Anästhesieschwestern, die mit diesen Einrichtungen zusammenarbeiten, werden dem Spital Wallis zur Verfügung gestellt, um die Zahl der Plätze auf der Intensivstation zu erhöhen. Das Pflegepersonal der CIC Klinik und MV Santé wird die Akutversorgung des Spital Wallis verstärken. Die Kliniken für Rehabilitation und PhysioWallis werden auch Physiotherapeuten zur Verfügung stellen.