Medien und Kommunikation  20.11.2020

Der Manor-Kulturpreis Wallis 2021 geht an die belgisch-schweizerische Künstlerin Aurélie Strumans

Der Manor-Kulturpreis wird in unserem Kanton zum siebten Mal in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Wallis verliehen. Es handelt sich um eine der wichtigsten Schweizer Auszeichnungen im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Dieses Jahr erhält ihn die belgisch-schweizerische Künstlerin Aurélie Strumans, der demnächst eine Ausstellung gewidmet wird.

Aurélie Strumans (geboren 1987 in Sitten), die im Wallis und in Zürich arbeitet und einen Bachelor in Bildender Kunst der ECAV (ehemals EDHEA - Ecole de design et haute école d’art du Valais, Siders) sowie einen Master in Fine Arts der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) besitzt, zeichnet sich durch ihre poetische Arbeit aus, in der sie die Beziehungen zwischen den Menschen und einer genormten Umwelt hinterfragt und durch das Prisma der zunehmenden Digitalisierung betrachtet. Mittels des subtilen Einbezugs verschiedener Medien (Schrift, Performance, Video, Installation und Ton) entwickelt die Künstlerin eine Praxis, die dringliche Probleme behandelt: Welche offenkundigen Einflüsse üben heute technologische Hilfsmittel auf unsere Weise aus, die Welt zu betrachten und zu verstehen? Wie verändern sie diese Welt? Was ist letztlich der Residualwert der Landschaften?

 

Die Jury, bestehend aus Pierre-André Maus (Gebrüder Maus AG), Chantal Prod’Hom (mudac, Lausanne), Victoria Mühlig (Konservatorin Musée d’art Pully), Delphine Reist (Künstlerin, Genf) und Michael Sutter (Direktor Kunsthalle Luzern), denen die Direktorin des Kunstmuseums Wallis, Céline Eidenbenz, assistiert von Isaline Pfefferlé, vier vielversprechende Kunstschaffende vorge-schlagen hatte, sprach sich mehrheitlich für Aurélie Strumans aus.

 

Der Manor-Kulturpreis ist im Bereich der zeitgenössischen Kunst eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Schweiz. Er wurde 1982 von der Manor-Warenhauskette zur Förderung talentierter, aber noch wenig bekannter Schweizer Nachwuchskünstler ins Leben gerufen. Der Preis wird in der Regel alle zwei Jahre in den zwölf beteiligten Kantonen vergeben. Im Wallis ging der Preis 2007 an Martina Gmür, 2010 an Joëlle Allet, 2013 an das Kollektiv JocJonJosch, 2015 an das Künstlerduo Barbezat/Villetard, 2017 an Eric Philippoz und 2019 an Badel/Sarbach.